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Bereits zum dritten
Seminarbaustein „Teamentwicklung im Klassenzimmer“ zur
Verbesserung des Unterrichts mit dem Ziel des Eigenverantwortlichen
Arbeitens war das Kollegium der Hauptschule Pocking an einem Wochenende
aufgebrochen, um selbst zu lernen, wie man vielseitiger und mit allen
Sinnen lernen kann. Markus Drexl und Andreas Sartorius,
beide praktizierende Lehrer an Nürnberger Hauptschulen und Mitarbeiter
beim „Pädagogischen Institut der Stadt Nürnberg“ verstanden es
wieder einmal, die Pockinger Kollegen für neue Unterrichtsformen, die
bewährten Frontalunterricht sinnvoll bereichern sollen, zu begeistern,
zu ermutigen und mit einer Fülle von praktischen Details Hilfen zur
Verbesserung schulischen Lernens und Arbeitens zu bieten. |
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| Geschickt wurden Vorkenntnisse
aber auch Bedenken der Pädagogen zur Gruppen- und Teamarbeit
thematisiert; durch den klugen Wechsel zwischen Phasen des Lernens durch
Tun und Vortragselementen gelang es sogar, Vorbehalte gegenüber
Teamarbeiten im Unterricht abzubauen. |
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| Dass Lernen großen Spaß
bereiten kann, ja dann erst eigentlich erfolgversprechend ist, erlebten
die Lehrer, indem sie in einer bewusst heiklen Wettkampfsituation eine
Person unter schwierigen Vorgaben transportieren mussten. Auch der Bau
eines Fluggerätes zum Transport eines rohen Eies weckte nicht nur
Erfinderfreude sondern ermöglichte durch eine sorgfältig gelenkte
Eigen- und Fremdbeobachtung der Gruppenverhaltensweisen wichtige
Einblicke in Prozesse bei Teamarbeiten. Nie gab es trockene Phasen des
Lernens, etwa wie eine „gute Gruppenarbeit“ auszusehen habe, sondern
diese Arbeits- und Lernform wurde stets selbst entdeckend erarbeitet,
wobei nicht nur das Nachdenken über den eigenen Lernprozess sehr
wichtig war, sondern auch dessen Präsentation vor der versammelten
Runde, die gespannt auf die Lernerfahrungen der anderen hörte. |

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| Merkmale guter Teamarbeit
wurden nicht nur aufgeschrieben oder besprochen, sie wurden in der
Karikaturenrallye in Rollenspielen dargestellt. Die Moderatoren sorgten
mit großem organisatorischen Geschick für ständig neue
Gruppenzusammensetzungen, dadurch tauschten die Pädagogen vielfältig
und intensiv untereinander ihre Gedanken aus, was den Zusammenhalt
innerhalb des Kollegiums ungemein fördert. |
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| Im geselligen Teil des
Seminars setzte sich die gute Laune noch lange fort, voll Begeisterung
erzählte man sich gegenseitig von seinen Erfolgen aber auch von
Misslungenem. Wie entlastend wirkte hier die gewonnene Erkenntnis aus
den Übungen zuvor, dass auch ein Misserfolg ein Lernzuwachs sei. |
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| Bei der Rückschau am Ende des
zweiten Tages wurde klar, wie weit der Großteil des Pockinger
HS-Kollegiums bereits mit den Moderatoren Markus Drexl und Andreas
Sartorius auf dem Weg zu einer modernen Schule gemeinsam
vorangeschritten ist, das nächste Zusammentreffen wurde vorbesprochen
und von neuen Kollegen gewünscht, die bisher versäumten
Seminarbausteine nachholen zu können. Markus Drexl sprach auch der
Schule Mut zu, den begonnen Weg konsequent weiter zu gehen, hinter dem
ein altes humanistische Menschenbild stünde, nämlich der mündige
Mensch, der sich seiner Stärken und Schwächen bewusst sei und mit
Eigenverantwortung und somit großer Zuversicht sein Leben selbst
gestalten könne. Zu spüren, dass diese Gedanken durch Kollegen
multipliziert würden, sei für sie, so Andreas Sartorius, die größte
Befriedigung. Die Schule habe sich auch bereits weit über den Landkreis
Passau hinaus einen guten Ruf erworben, zuletzt durch ihre glaubwürdige
Darstellung ihres Methodentrainings in Nürnberg, freute sich Markus
Drexl (wir berichteten). |

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| Dank der vielseitigen Kontakte
des Rektors, Willi Götz, war es der Schule möglich, die
Teilnahmekosten vollständig zu übernehmen. Die Teilnehmer waren sich
auch sicher, dass Fortbildungen im Rahmen des eigenen Kollegiums
deswegen am sinnvollsten seien, weil dadurch das Einzelkämpfertum mit
den zwangsweise folgenden Enttäuschungen im Berufsalltag ausgeschlossen
sei. Willi Götz dankte den Referenten und erzählte nicht ohne Stolz,
dass der Schule bereits eine Einladung von der Dillinger
Lehrerbildungsakademie vorliege, die sich ebenfalls für den Prozess der
Unterrichtsentwicklung an der Pockinger Schule interessiere. |
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| Text und
Fotos: Frieder Köbele |
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