Streitschlichter
der Hauptschule Pocking
wurden
mit Urkunde in ihr Amt eingeführt
Zwölf
intensiv ausgebildeten Streitschlichtern wurde an der Hauptschule Pocking ein
„Diplom“ ausgehändigt, damit beginnt offiziell ihre verantwortungsvolle
Aufgabe in Konflikten zwischen Jugendlichen an der Schule zu vermitteln.
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Rektor Willi Götz freute sich zusammen mit Bürgermeister Josef Jakob und Elternbeiratsvorsitzender Ursula Fischer das erste Mal an der Hauptschule solchen verantwortungsbewussten Schülern ein „Streitschlichter-Diplom“ übergeben zu können. Den Lehrkräften Hans Kojer und Robert Geier war es in vielen Monaten gelungen die Jugendlichen in zahlreichen Rollenspielen und Übungen auf ihre nicht immer leichte Aufgabe vorzubereiten. Es sei an immer mehr Schulen üblich, in Konfliktfällen Jugendliche als Vermittler einzuschalten, so Hans Kojer, da junge Menschen viel leichter von Gleichaltrigen lernen und Empfehlungen annehmen würden als von Erwachsenen. Sie sprächen schließlich immer die gleiche Sprache, außerdem habe sich gezeigt, dass Sanktionen seitens der Lehrkräfte Konflikte oft nicht lösen könnten. Streitschlichter dagegen würden sich in ihrem Büro ohne Anwesenheit eines Erwachsenen mit den Streitenden damit beschäftigen, wie es überhaupt zu dem Streit kam, würden die Streitenden mitberaten lassen, was getan werden könne. In einem Schlichtungsprotokoll würden die Vereinbarungen festgehalten das alle Beteiligten unterschreiben und damit bekunden würden zu welchen Änderungen sie jeweils bereit seien. Robert Geier erläuterte, dass viele Streitigkeiten zwischen Schülern sich über Jahre hinziehen und nicht immer lösbar seien. Sozialpädagogin Diana Friedrich werde in Zukunft die Ausbildung künftiger Schlichter unterstützen, ginge es doch darum, die Entlassschüler jährlich mit gutem Nachwuchs zu ersetzen. Bürgermeister Jakob freute sich über dieses lebensnahe Lernen und wünschte den jungen Mediatoren viel Erfolg. Er erlebe es allzu oft, wie Konflikte in Familien entstünden, die dann in die Schule, den Verein, ja in den Freundeskreis getragen würden. Konflikte sollten baldmöglichst geschlichtet und beigelegt werden. Wenn die jungen Menschen so lernen könnten, abends nie „zerkriegt ins Bett zu gehen“, dann seien sie für das Berufsleben und den Alltag bestens vorbereitet. Ursula Fischer drückte den Streitschlichterinnen mit einem Blumengruß ihre Anerkennung aus.

Bild (Köbele): v.l.: Robert Geier, Ursula Fischer, Willi Götz, Josef Jakob, Marcel Bounadjat (9b), Kathrin Plinganser (8c), Klaus Tischlinger (8a), Fabian Huber (8d), Jola Osiecki (9a), Kerstin Gersch (8a), Josef Gerauer (9b), Sandra Stöger (9a), Tanja Witte (8a), Ramona Lechner (9a), Antonia Kempf (9a), Hans Kojer, Diana Friederich
Interviews
mit Streitschlichtern und Fotos
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