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Wendo-Lehrgang für
Mädchen der |
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Im Wen-Do Kurs lernen Mädchen
ihre Stärken kennen – Selbstbewusstsein steigt
Foto oben: Die Wen Do Trainerinnen: v. li.: Anja Schimanski, Henny Riedl vom Wen
Do Projekt in München (Tel.: 089/7253357)
| Freiwillige der 8. Klassen besuchten im Februar 2002 einen zweitägigen Wen-Do Kurs und lernten, sich an ihren Stärken zu orientieren. So können sie in Situationen, wo sie physischer oder psychischer Gewalt ausgesetzt sind, sich bewusster wehren und behaupten. | Sich bewusster behaupten |
| Anja Schimanski (38) und Henny Riedl (30), beide Trainerinnen des Wen-Do Projektes aus München, sind begeistert, dass an der Pockinger Hauptschule freiwillige Mädchen für zwei Unterrichtstage für diesen Kurs freigestellt werden. Sie bieten in ganz Südbayern Kurse für Mädchen ab dem sechsten Lebensjahr an, auch Behinderte nehmen immer wieder mit großem Gewinn an diesen Kursen teil. | Kurse ab dem 6. Lebensjahr in ganz Südbayern. |
| Wen-Do entstand vor 30 Jahren aus der nordamerikanischen Frauenbewegung aus traditionellen asiatischen Kampfsportarten. „Der Weg der Frau“ (Wen-Do) ist ausschließlich von Frauen für Frauen und Mädchen gedacht und will den Frauen Mittel an die Hand geben, um sich gegen jede Form der Gewalt angemessen wehren zu gehen, wobei hier auch an Mobbing gedacht wird. Die Zahlen des statistischen Bundesamtes belegen, dass jedes dritte bis vierte Mädchen sexuelle Gewalt erlebt, wobei die Täter erschreckender Weise zu 97% aus er Familie oder dem Bekanntenkreis der Opfer kommen. | "Wendo" = "Weg
der Frau" Nordamerikanische Frauenbewegung und asiatische Kampfsportarten |
| Dabei geht es beim Wen-Do nicht in erster Linie um Techniken sondern vielmehr um die Überzeugung, das Mädchen das Recht haben, sich gegen Belästigungen zur Wehr zu setzen. Tragisch ist, dass viele Mädchen die angestauten Aggressionen noch viel zu sehr gegen sich selbst richten oder gar erfahren müssen, dass ihnen von den Tätern die Schuld zugeschoben wird und ihrer Schilderung einer Belästigung oft kein Glauben geschenkt wird. Den Trainerinnen gefällt, dass außerschulische Personen zur Prävention eingeladen würden, da sich die Schülerinnen von diesen Personen nicht abhängig fühlen oder gar Noten fürchten müssten. | Nicht in erster Linie
Kampftechnik! Kleinen Belästigungen vorbeugen. |
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Annemarie (14, Name geändert) hat sich aus verschiedenen Gründen für den Kurs gemeldet, sie wolle sich z.B. in bestimmten Straßen sicher fühlen, auch gegen die vielen kleinen Belästigungen, die sie von Buben in der Schule immer wieder erfahren muss können sie sich jetzt viel besser zur Wehr setzen. Auch Reinhilde (13, Name geändert) ist sich klar, dass ihr der Kurs mehr Selbstvertrauen und Sicherheit verliehen hat. Dass sie ein Brett durchschlagen könne hat sie selbst wohl am, meisten überrascht. Sei seien gar nicht so machtlos, wie es ihnen bisher immer eingeredet wurde bis sie selbst es glaubten. Wenn ein Junge es wagen würde, sie zu begrabschen, wüsste sie jetzt besser, wie sie sich wehren könne, meine Reinhilde. Kleine Belästigungen kämen häufig vor, Buben würden ihre Hand oft länger auf den Schultern eines Mädchens liegen lassen, als es diesen angenehm sei, meinte Annemarie. Auch befürchtet sie nicht mehr, dass ihr bei Beschwerden über Belästigungen nicht geglaubt wird, jetzt können sie sich viel eher auch durchsetzen und Dinge abwehren, die sie bisher mit sich – widerwillig - geschehen lassen musste. |
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