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Kultusministerium wählt unsere Schule aus

Mehr Informationen? Stiftung "Bildungspakt Bayern"

Der Prozess der inneren Schulentwicklung an der Pockinger Hauptschule zieht immer weitere Kreise, nicht nur dass die Schule sich mehr und mehr nach außen präsentiert - zuletzt auf einer Dillinger Fortbildungsveranstaltung zur Unterrichtsentwicklung - jetzt wurde die Schule in den Kreis der 34 bayerischen Modellschulen aufgenommen, die am Projekt „Modus 21“ des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus teilnehmen. 34 bayerische Modellschulen

Der Grundgedanke dieses Projektes ist, Probleme dort besser lösen zu können, wo sie entstehen, also vor Ort: Weit entfernte entscheidungsbefugte Institutionen finden oft nicht passgenaue Lösungen, oder diese können erst mit erheblicher zeitlicher Verzögerung umgesetzt werden.

Grundidee: Probleme dort lösen, wo sie entstehen, an der Schule

Seit mehreren Jahren ist die Pockinger Hauptschule darum bemüht, ihre Qualität zu verbessern und weiter zu entwickeln und legt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Entwicklung des Unterrichts und fördert besonders eigenverantwortliches Arbeiten. Hierbei verschafft ihr das Projekt „Modus 21“ deutlich verbesserte und bisher schier unvorstellbare Entscheidungsfreiräume: In Zukunft wird die Schule die Organisation des Unterrichtstages ihren Bedürfnissen anpassen können, denn der herkömmliche starre Stundenplan im 45-Minuten Takt ist für die Projektmethode mit ihrer klassenübergreifenden Arbeitsweise zusehends hemmend geworden. Ihr Personal wird die Pockinger Hauptschule selbst auswählen können, um eine größere Geschlossenheit und einen größtmöglichen Konsens innerhalb des Kollegiums zu erhalten. Eine bessere Ausstattung mit Finanzmitteln wird dafür sorgen, dass Sachmittel angeschafft werden können, die den herkömmlichen Haushalt bisher schon arg strapaziert haben oder ihn in Zukunft sprengen würden.

Projekt "Modus 21" schafft Entscheidungsfreiräume:

Organisation des Unterrichtstages durch die Schule
Auswahl des Lehrpersonals durch die Schule
Eigenständige Sachmittelbeschaffung
Etatverwaltung durch die Schule

Die Pockinger Modellschule wird ihre Erfahrungen mit mehr Selbstständigkeit genau dokumentieren, damit am Ende überprüft werden kann, ob diese auf das gesamte bayerische Schulsystem übertragen werden können.

Selbstverständlich halten sich auch Modus-21-Schulen an die amtlichen Lehrpläne, an rechtliche Grundlagen behördlichen Wirkens und werden darüber hinaus durch regelmäßige Evaluation der durchlaufenen Prozesse ihre Qualität überprüfen und so erfahren, in welchem Maße selbst gestellte Ziele aber auch allgemeine Standards eingehalten werden.

Modus21 Schulen bemühen sich um die Verbesserung der vier Arbeitsfelder der inneren Schulentwicklung: Zum einen wird die Qualität von Unterricht und Erziehung als Kerngeschäft der Schule vorangetrieben, da hierbei jede Schule ein eigenes Profil entfaltet, liegt das Personalmanagement in der Verantwortung der ausgesuchten Schulen. Da der Gedanken- und Erfahrungsaustausch untereinander nicht nur innerhalb sondern auch außerhalb der Schule unabdingbar ist, bemühen sich Modus21-Schulen besonders um eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern aber auch außerschulischen Einrichtungen vor Ort bis hin zu Unternehmen. Schließlich erhalten Modus21 Schulen ein Gesamtbudget, zu dem sie einen Haushaltsplan erstellt und diesen im Einvernehmen mit dem Aufwandsträger, dem Schulverband, auf seine Einhaltung überprüft.

Erfahrungen werden dokumentiert und überprüft, ob sie auf das bayerische Schulsystem übertragen werden können.

 

Verbesserung der 4 Arbeitsfelder der inneren Schulentwicklung:
Verbesserung der Qualität von Erziehung und Unterricht
Personalmanagement und Personalführung
Inner- und außerschulische Partnerschaften
Sachmittelverantwortung liegt bei der Schule

 

 

Das Projekt stellt für die Modellschulen eine große Herausforderung dar, weil diese nun ein eigenes Stundenplansystem entwickeln können, das nicht mehr von 45-Minunten Einheiten geprägt ist, diese Schulen können Klassenstärken selbst festlegen und auch neue Kleingruppen bilden, die für Projekt- und Werkstattunterricht Voraussetzung sind und in denen Schülerinnen und Schüler noch individueller gefördert werden können. Dazu werden auch neue Leistungsmess- und Prüfungsverfahren entwickelt.

Weg vom starren 45-Minuten Stundentakt
Klassenstärken und Kleingruppen
Neue Leistungsmessungs- und Prüfungsverfahren

Die finanzielle Selbstständigkeit der Schule eröffnet ungeahnte Möglichkeiten: Die Schule organisiert und finanziert kollegiumsinterne Fortbildung selbst, kann neue Teammodelle umsetzen, fehlende Lehrkräfte kann sie durch nichtbeamtete Personen auf Honorarbasis ersetzen und freie Stellen können auch durch pädagogische Fachkräfte, z.B. durch Sozialpädagogen, besetzt werden, was eine stärkere Vernetzung der Schulsozialarbeit mit dem allgemeinen Schulbetrieb ermöglicht.Textfeld:  
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Finanzielle Selbstständigkeit der Schule eröffnet neue Möglichkeiten
 
Text: Frieder Köbele

 © Hauptschule Pocking