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ausführlichen Informationsbesuch stattete der Landtagsabgeordnete Franz
Meyer (CSU) der Pockinger Hauptschule ab. Rektor Willi Götz stellte dem
Mandatsträger die vielfältigen Bereiche der Schulentwicklung in Film,
Wort und Grafik dar. Dieser theoretische Einblick wurde durch mehrere
Unterrichtsbesuche praktisch veranschaulicht. So besuchte Franz Meyer die
Klasse M9c, die ihm ihre Lieblingsmethode, nämlich die
„Expertenmethode“ anhand einer Arbeit an verschiedenen mathematischen
Sachaufgaben zeigte. Welch vielfältigen Anforderungen und Lernweisen
dabei an die Schüler gestellt werden, wurde dem Gast sehr schnell
deutlich, der im Gespräch mit den Jugendlichen auch deren Begeisterung für
diese Form der Verantwortlichkeit für sich selbst einerseits und für das
Team bzw. den Partner andererseits verspürte. Beim Besuch der 10. Klasse
hörte Mayer zum wiederholten Male, dass diese Arbeitsformen auch das
Lernen zu Hause wesentlich erleichtern würden, weil man sich leichter
einprägen könne, was man sich selbst angeeignet habe. In dieser Klasse
erwarben sich die Schüler Fachwissen zum Thema Bevölkerungsentwicklung
in arbeitsteiliger Gruppenarbeit mit Hilfe des Schulbuches und dessen
Arbeitsaufträge. Beim anschließenden Besuch in zwei achten Klassen
konnte dem Abgeordneten gezeigt werden, welche große Bedeutung die
Kommunikation miteinander hat und auch immer zweierlei leistet: Eine
Klasse berichtete einer Parallelklasse von der Erkundung eines Betriebes,
in dem diese nicht war, brachte also Mitschülern Neues bei; andererseits
vertiefte und festigte sich dadurch unbemerkt das Wissen bei den
Vortragenden, die zusätzlich übten, frei vor einem größeren Publikum
zu sprechen und dadurch ihr Selbstbewusstsein stärkten. |

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| Franz Meyer
hob im Gespräch hervor, wie sehr ihn diese Beobachtungen an Forderungen
aus dem Berufsleben erinnern würden: zunehmend mehr Betriebe würden auf
die Teamfähigkeit ihrer Bewerber großen Wert legen, die sich die jungen
Leute unter anderem auch in ehrenamtlichen Aufgaben aneignen könnten.
Reine „Ich-Typen“ seien wegen ihrer geringen sozialen Fähigkeiten
weniger erwünscht. |
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| Da ihm die
Pflege der Teamfähigkeit, das Erlernen von Methoden-, Fach-, Sozial- und
schließlich der Persönlichkeitskompetenz so imponiere, wolle er in
seiner Eigenschaft als Mitglied des Finanz- und Haushaltsausschusses des
Bayerischen Landtages weiterhin dafür eintreten, dass die Haushaltsmittel
des Bayerischen Staates für den Bereich der schulischen Bildung nicht den
Sparzwängen zum Opfer fallen müssten. Außerdem werde er auch der
politischen Spitze des Kultusministeriums von diesem Modell der
Unterrichtsentwicklung berichten, wie es die Pockinger Hauptschule nach
Professor Heinz Klippert betreibt. Ihn beeindrucke besonders, dass diese
Schule es wage, hier neue Wege zu gehen, betonte Meyer. Größten Respekt
zolle er auch den Lehrkräften, die im Rahmen dieses Modells sich über
das gewöhnliche Maße hinaus einsetzen würden und immer wieder
Vorbildfunktion übernähmen. Erfreulich sei auch, so Meyer weiter, dass
diese Entwicklung schon vor der PISA-Diskussion eingeleitet wurde, daher
werde er seinen Fraktionskollegen im Bildungsausschuss des Bayerischen
Landtages von seinen positiven Beobachtungen an dieser innovativen Schule
berichten. Er werde sich auch weiter dafür einsetzen, dass das Angebot an
Sprachkursen und zusätzlicher Förderung für Aussiedler unbedingt
beibehalten werden könne, sei doch der Gedanke der Integration nur
umsetzbar, wenn dafür das sprachliche Handwerkszeug zur Verfügung
gestellt werden kann. Dies sei vor allem in Pocking bedeutsam, da hier 143
jugendliche Aussiedler von insgesamt 516 zur Schule gingen und somit
besondere Herausforderungen an die Schule aber auch große Chancen für
das Zusammenwachsen entstünden. Angesichts der aktuellen
Bildungsdiskussion sei er auch sehr froh, betonte Meyer, dass es nicht nur
gelungen sei, im Bildungsbereich den Rotstift zu verhindern, sondern bis
zum Jahre 2005 Anstellungsmöglichkeiten für insgesamt 4100 neue Lehrkräfte
in allen Schularten zu schaffen. |

Franz Meyer beeindruckt vom
"... Mut, neue Wege zu gehen ..."
Großes Interesse an Modell der
Unterrichtsentwicklung nach
Klippert
Unterrichtsbesuche in 8., 9. und
10. Jahrgangsstufe
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| Gerne werde er
der Schule im weiteren Verlauf ihrer Bemühungen um eine Verbesserung von
Unterricht und schulischer Organisation hilfreich zur Seite stehen und bat
darum ihn immer wieder in diesem Sinne zu informieren. |
Unterstützung angekündigt
für den weiteren Verlauf der Bemühungen der
Hauptschule Pocking |
| Willi
Götz, Rektor,. Bürgermeister Josef Jakob, MdL Franz Meyer und Christoph
Sosnowski, Lehrer im regen Informationsaustausch über Ziele und
Voraussetzungen von Unterrichtsentwicklung an der Pockinger Hauptschule
Text und Fotos: Frieder Köbele |
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