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Die Seminarteilnehmer mit den Referenten Markus Drexl und Andreas Sartorius vor der Burg Wolfsegg.

 Lehrer der Hauptschule Pocking trainieren und steigern ihre Methodenkompetenz 

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Im „Gesprächskugellager“ tauschen die Pädagogen ihre Gedanken intensiv mit Zufallspartnern aus.

Ein Großteil des Kollegiums der Pockinger Hauptschule  verbrachte im oberpfälzischen Wolfsegg ein Methodenseminar und ließ sich von Andreas Sartorius und Markus Drexl vom Pädagogischen Institut der Stadt Nürnberg in Lern- und Arbeitsformen einführen, die das Eigenverantwortliche Arbeiten der Schüler ausweiten sollen. Methodenseminar im
oberpfälzischen Wolfsegg
Dabei wurde weniger über diese Methoden gesprochen, vielmehr wurden sie oft und ausführlich angewandt, bis nach zwei Tagen die Anstrengung deutlich spürbar wurde. In Lernstationen mussten sich die Pädagogen auf einem jeweils anderen „Lernkanal“ möglichst exotische Begriffe einprägen, ein anschließender Test gab darüber Aufschluss, über welche Sinne der größtmögliche Lernerfolg erreicht wurde; meist erfuhren die Probanden, dass ganzheitliches Lernen mit möglichst allen Sinnen den größten Erfolg verspricht. Ganzheitliches Lernen mit möglichst allen Sinnen verspricht den größten Lernerfolg.
Hierbei spielten immer wieder intensive Teamarbeit, nämlich der Austausch über Selbstbeobachtungen und eine anschließend möglichst kreative und abwechslungsreiche Präsentation des Erarbeiteten eine zentrale Rolle. Aber es ging nicht nur um Allgemeines, sondern um ganz „handfeste“, wahrlich grundlegende Arbeitsformen: Das Erlesen eines Textes, aus dem die Kerninformationen zu entnehmen waren, wurde genauso trainiert wie das Mitschreiben von Informationen zu einem Videofilm. Dieser Film hatte den programmatischen Titel: „Lob des Fehlers“ – ein Motto, das man über diesen gesamten pädagogischen Ansatz stellen könnte, dem es um die Vermittlung von Methoden- und Kommunikationskompetenz und damit um die Entwicklung der Teamfähigkeit geht. Grundlegend neu an diesem Ansatz ist, dass dem jungen Menschen Lernumwege zugestanden und individuelles Lernen erwünscht, ja gefördert wird, ein Prozess also, bei dem die Lernenden sich wesentlich bewusster mit ihren eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten beschäftigen sollen. Neuer pädagogischer Ansatz:
Dem jungen Lernenden werden Lernumwege zugestanden, individuelles Lernen wird gefördert. Bewusster Umgang mit eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Natürlich ist damit das herkömmliche frontale Verfahren in der Schule nicht beendet, vielmehr wird dieses durch eine sorgfältig geplante Selbsttätigkeit der Lernenden ergänzt. Dies ist ein Charakteristikum, das im Berufsleben immer häufiger gefordert wird, verlangt doch die immer stärkere Spezialisierung der Berufe eine immer größere Sozialkompetenz, da immer höher qualifizierte Fachleute immer häufiger in Teams ein Problem gemeinsam lösen müssen. Spezialisierung der Berufe stellt zunehmend Ansprüche an die Teamfähigkeit. Darauf muss die Schule in der Auswahl der Unterrichts-Methoden reagieren.
Eine derart praxisnahe schulinterne Lehrerfortbildung, die bereits zum zweiten Mal durchgeführt wurde, brachte viel neuen Schwung und die Gewissheit, dass die gemeinsam verbrachten Tage sich auf die Zusammenarbeit im Lehrerkollegium und damit auf die Schüler positiv auswirken werden. Praxisnahe Lehrerfortbildung fördert Zusammenarbeit im Kollegium.

Text und Bilder: Frieder Köbele


 © Hauptschule Pocking