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Unsere 9. Klassen im Kernkraftwerk |
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| 720 Arbeitskräfte erzeugen 53 Millionen kWh Strom – Wie geht das? | |
| „Wie ein Gefängnis“, denkt man, wenn man vor dem gigantischen Atomkraftwerk Isar1 und Isar2 steht. Das Kraftwerk ist mit vielen Metern Zaun, Stacheldraht und Beton gesichert. Durch das Wachpersonal, das rund um die Uhr im Einsatz ist, wird zusätzlich für Sicherheit auf dem Hochsicherheitsgelände gesorgt. Wer hier hinein will muss sich zu allererst einer gründlichen Kontrolle unterziehen. Das Geschehen, das die mit Pistolen und Geigerzähler ausgerüsteten Wachmänner konzentriert beobachten, wird zusätzlich von Überwachungskameras festgehalten. | |
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Wenn man den 165 Meter hohen Kühlturm hinauf blickt, kann man den dort austretenden Wasserdunst, der durch das Abkühlen des Wassers im Kühlturm verursacht wird, beobachten. Das Wasser wird im Kühlturm auf 18 Meter Höhe gepumpt und fällt anschließend in die Tiefe hinunter – der Wasserdunst entsteht. Durch die Höhe des Turmes wird ein Kamineffekt erzeugt und so der viele Dunst in die Höhe „geblasen“. |
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In der Mitte steht das eigentliche Kernstück des Atomkraftwerkes: Der Kernreaktor ist sogar gegen Flugzeugabstürze gesichert. In ihm lagert auch das Gefährliche, die Reaktorstäbe mit dem hoch radioaktiven Uran 235. Der Reaktor ist unter ständiger Überwachung zweier „Reaktorfahrer“, die nicht, wie ihr Name eher erahnen ließe, etwas mit dem Transport von Reaktorstäben zu tun haben, sondern von einem Schaltpult aus mit einem speziellen Computerprogramm den Reaktor steuern und ihn ununterbrochen auf Fehler überprüfen. |
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| Die Atomkraftwerke Isar1 und Isar2 produzieren zusammen täglich 53 Millionen KWh Strom. Um die gleiche Menge Strom zu erzeugen müsste man täglich 250 Eisenbahnwagons mit Mineralöl verbrennen, wie uns der 42 Jahre alte, bei e-on als Öffentlichkeitsbeauftragter angestellte Diplomingenieur Erhard von Kuepach erklärte. Mit dem Strom würde das Atomkraftwerk sechs bis sieben Millionen Haushalte inklusive Industriebetriebe, die entsprechend mehr verbräuchten, beliefern. Durch die Produktion des Stroms entstünden im Jahr nur ungefähr 5 Kubikmeter endgültiger Atomabfall. Wenn man beispielsweise die gleiche Menge Energie durch die Verbrennung von Heizöl erzeugen wollte, würde dadurch die Umwelt mit sehr viel CO² verschmutzt werden. | ![]() ![]() |
| Bevor man aber diesen Abfall in Fässer verpacken könne, müssten die ausgedienten Brennstäbe müssten aber erst einmal mit dem Zug in die Wiederaufbereitungsanlage nach La Hague in Frankreich gebracht werden. Man könnte durch die Wideraufbereitung 95 Prozent wieder verwenden. Der restliche Atommüll würde dann nach Norddeutschland transportiert und dort gelagert werden. Herr von Kuepach erklärte uns, dass jedoch ab 2005 die Deutsche Bundesregierung Atomtransporte nicht mehr dulde. Deswegen müsse das Atomkraftwerk Isar1 und Isar2 eine eigene Lagerhalle auf ihr Gelände bauen, da zwar im Lagerbecken für die Brennelemente noch genügend Platz für einige Jahre vorhanden sei, aber man ja vorausschauend planen müsse, auch wenn sich der Betreiber, e-on, mit dieser Idee nur schwer anfreunden könne. | ![]() |
| Herr von Kuepach wollte uns auch veranschaulichen, dass viele Abschaltungen in Kernkraftwerken nur zu unserem eigenen Schutz seien, da in einem Kernkraftwerk ein Schutzsystem vorhanden ist, welches bei einem menschlichen Versagen der „Reaktorfahrer“ das gesamte Atomkraftwerk abschalten würde. Isar1 und Isar2 ließe sich daher in 1,8 Sekunden abschalten. Dies könne aber auch manuell durchgeführt werden. Das Sicherheitssystem dieses Kernkraftwerkes würde auf dem Prinzip der Redundanz aufbauen, daher könne ein defektes Gerät sofort ersetzt werden. Dies sei sehr wichtig, da es möglichst nie zu einer Abschaltung außerhalb der jährlichen Überprüfung des Kraftwerkes, bei der das Kraftwerk „vom Netz geht“, kommen dürfe. Eine Abschaltung koste nämlich den Betreiber sehr viel Geld. Trotzdem würde in Deutschland im Durchschnitt jedes Jahr ein Atomkraftwerk 0,7 mal abgeschaltet werden. Zu einer ungewollten Abschaltung des Reaktors sei es im Atomkraftwerk Isar1 und Isar2, dem zur Zeit leistungsstärksten auf der ganzen Welt, allerdings noch nie gekommen. | ![]() Schülergruppe mit Lehrkräften Frieder Köbele und Robert Geier |
| Der Öffentlichkeitsbeauftragte
des e.-on Konzerns Herr Erhard von Kuepach versuchte mit vielen guten,
interessanten und realistischen Argumenten und Beispielen unsere
Vorurteile und Ängste gegenüber Atomkraftwerken abzubauen. Aber einige von uns bleiben gegenüber Atomkraftwerken immer noch skeptisch, ob Atomkraft die Lösung unseres Energieproblems ist, bleibt immer noch fraglich. |
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Text:
Xenia Rupp, Bojan Eric, Severin Wohlleben Klasse M9c |
Interessante Links: http://www.anti-atom.de |