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Hauptschule Pocking erhält den "Innere Schulentwicklung Innovationspreis" (i.s.i.)     Seite 1


Nach einem Bericht der Passauer Neuen Presse vom 17.01.2004 (Elena Fechter)

Am Montag wird die Auszeichnung in Dachau verliehen -
Neue Unterrichts-Methoden werden dabei gewürdigt

 

Zur Verleihung des Innovationspreises in Dachau 

Die Hauptschule Pocking ist besonders innovativ. Das hat das Team um Rektor Willi Götz jetzt schriftlich. Denn die Schule wird am kommenden Montag in Dachau mit dem sogenannten "i.s.i." ausgezeichnet, dem "Innere Schulentwicklung Innovationspreis". Übrigens als eine von nur drei Schulen in ganz Niederbayern. Es war Ende November, als sich die "isi-Kommission", bestehend aus Eltern, Lehrern und Schülern, Vertretern des Kultusministeriums, der Regierung und der Wirtschaft, in der Hauptschule umsah. Und was die Kommissions-Mitglieder da gesehen haben, hat ihnen offenbar gefallen. Denn jetzt steht fest: Die Hauptschule bekommt den begehrten Innovationspreis.

"isi-Kommission" hat sich im November in der Hauptschule umgesehen.

 

130 Schulen in ganz Bayern haben sich an diesem Projekt beteiligt, 34 kamen in die engere Auswahl, 20 werden am Montag bei einem Festakt im Festsaal des Schlosses Dachau ausgezeichnet. Darunter sind neben Pocking nur noch zwei Schulen aus Niederbayern: die Volksschule Bodenmais und die Staatliche Realschule Landshut.

In der engeren Auswahl nur noch 2 weitere Schulen aus Niederbayern:
Volksschule Bodenmais, Staatliche Realschule Landshut.

Die 500 Schüler der Hauptschule Pocking mit Schulleitung und Lehrkräften beim "Posing" vor dem Fotografen Jörg Schlegel (PNP)

Wer welchen Platz belegt, das erfahren die Schulen erst bei der Preisverleihung.
Und nicht nur deshalb, weil die Preise mit Geld honoriert werden - 5000 Euro ist der erste Platz wert, 4000 der zweite und 3000 der dritte - ist die Freude über die Auszeichnung in der Pockinger Schule groß.

"Es ist wirklich eine Freude, dass unsere Schule unter die letzten drei in Niederbayern gekommen ist", lacht Schuldirektor Willi Götz. Seit gut drei Jahren arbeiten Schüler, Lehrer und Eltern nach neuen Unterrichts-Methoden. Diese sind an Konzepte von Dr. Heinz Klippert, Dozent am Lehrerfortbildungsinstitut Landau, angelehnt . "Als ich ein Video von Dr. Heinz Klippert sah, war mir klar, dass diese Konzepte auch an unserer Schule angewendet werden müssen", erinnert sich Willi Götz. Damit sollen unterschiedliche Ziele erreicht werden: Den Schülern werden verschiedene Lernmethoden beigebracht, soziale und persönliche Kompetenzen sollen gestärkt werden, Eigeninitiative und Teamfähigkeit spielen eine wichtige Rolle, Konfliktsituationen werden geprobt und noch vieles weitere mehr. "Betroffene werden zu Beteiligten. Weg von der Belehrungskultur, hin zu einer Lernkultur. Die Schulabgänger sollen den Anforderungen der Wirtschaft gewachsen sein", fasst Lehrer Frieder Köbele zusammen.

Neue Unterrichtsmethoden nach Dr. Heinz Klippert:
weg von der Belehrungskultur
hin zu einer Lernkultur, bestimmt von Prinzipien wie Eigeninitiative und Teamfähigkeit
Erprobung von Konfliktsituationen
Stärkung sozialer und persönlicher Kompetenzen

 

 

Laut Götz lernen Pädagogen diese Methoden während ihrer Ausbildung nicht. "Auf freiwilliger Basis nimmt beinahe das gesamte Lehrerkollegium an Wochenend-Lehrgängen teil und bildet sich ständig weiter", so der Rektor.
Der "Innere Schulentwicklung Innovationspreis" wird an Schulen verliehen, die durch "einen konsequenten Prozess die Schulqualität nachhaltig verbessern". Die isi-Kommission bewertet dabei sieben Kriterien: Verbesserung der Unterrichtsqualität, Schulentwicklung im Allgemeinen, modernes Schulmanagement, Einbeziehung der Schüler, Qualitätssicherung, Kooperation zwischen Eltern und Schülern und Kooperation mit externen Partnern. "Bei Besuchen in den Klassen wurden die Unterrichtsqualität und die -methoden genauer unter die Lupe genommen", erklärt Rektor Willi Götz.

Kollegium nimmt regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen und Wochenendlehrgängen teil.

isi-Kommission bewertete 7 Kriterien

Die Auszeichnung ist natürlich für alle Beteiligten ein großer Motivationsschub. "Die neuen Methoden kommen bei den Schülern sehr gut an. Einige haben ihre schulischen Leistungen wirklich enorm verbessert", stellt Frieder Köbele fest. Allerdings will sich niemand auf den bisher verdienten Lorbeeren ausruhen: "Es gibt vieles, was wir noch besser machen könnten. Wir müssen stetig an uns arbeiten", sind sich Götz und Köbele einig.
Aber zuerst einmal wird am Montag in Dachau gefeiert - denn das haben sie sich redlich verdient, die innovativen Lehrer und Schüler der Hauptschule Pocking.

Auszeichnung großer Motivationsschub für die Beteiligten.

Es gibt noch vieles zu verbessern.

 © Hauptschule Pocking