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Entlassfeier
2010 der Hauptschule Pocking
Zeugnisse für
die 89 Absolventen der Hauptschule Pocking - Alle 22 M-Schüler haben
Mittlere Reife geschafft
Besondere Ehrung: Preise für Fleiß, Engagement und gute Noten
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Gruppenbild mit Ehrengaesten |
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Lang
war sie, die gestrige Verabschiedung der Abschlussschüler an der Pockinger
Hauptschule, aber nicht langweilig. Alle Redner fassten sich kurz,
Schulleitung, Lehrer und Schüler wechselten sich mit Reden und Beiträgen ab.
Das oft gebrauchte Wort von der Schulfamilie, das auch Rektor Christoph
Sosnowski verwendete, scheint in Pocking keine leere Floskel zu sein: Es gab
viele Umarmungen zum Abschied und auch Tränen. |
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Insgesamt 89 Schüler haben heuer ihren Abschluss gemacht. 49
Schüler der beiden Regel- und einer Praxisklasse traten nach neun
Schuljahren zur Prüfung an. 44 davon bestanden den Hauptschulabschluss, 18
davon sogar den Quali. Den schafften auch 75 Prozent der Schüler der Klasse
9cM, die noch ein Jahr an der Schule bleiben, um nächstes Jahr die Mittlere
Reife abzulegen. Zu dieser traten heuer 22 Schüler an - sie alle bestanden.
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„Unter euch sind viele engagierte, weiterbildungswillige und
selbständige Menschen“, lobte Rektor Sosnowski, nachdem die beiden
Religionspädagogen Andrea Marxbauer und Oliver Weindel mit einer
kurzweiligen Andacht die Feier eröffnet hatten. „Nach neun bzw. zehn Jahren
an der Schule werden viele denken ,Es lebe die Freiheit‘“, mutmaßte
Sosnowski. Er hoffe aber, das die Absolventen bald auch sagen können: „Es
lebe die Schulzeit.“ Denn neben Zwängen und dem Lerndruck gab es auch viele
Feste, Projekte, neue Freundschaften, Lehrer, die sich kümmern und die
Gelegenheit, bei Praktika ins Berufsleben hineinzuschnuppern. Für diese
Möglichkeiten dankte Sosnowski besonders den Praktikums-Partnern. Auch der
Stadt Pocking gebührte Dank für die finanzielle Unterstützung der
Hauptschule. Der Gruß des Rektors galt auch den Vertretern der benachbarten
Schulen und der Schulverbandspartner aus Bad Füssing und Tettenweis, der
Polizei, dem Elternbeirat, dem Kollegium und natürlich den Schülern und
ihren Angehörigen. |
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Tipps für das Bestehen auf dem Arbeitsmarkt bekamen die
Absolventen von Bürgermeister Franz Krah. Nicht nur auf die Noten schauen
künftige Arbeitgeber, sondern auch auf das Auftreten, das Engagement und die
Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. „Zeigt Interesse für etwas, das
keinen Profit abwirft“, riet Krah und empfahl die Mitgliedschaft in
Vereinen, wo man auch wertvolle Kontakte für das Berufsleben knüpfen könne.
Und Elternbeiratsvorsitzende Iris Rainer riet den Schülern, nie auf negative
und pessimistische Menschen zu hören. |
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Chor-
und Sologesang, Tanzeinlagen und ein Volksmusikstück - mit ihren Beiträgen
zeigten die Jugendlichen, dass an der Hauptschule viele Talente gefördert
werden. Auch das Reden hatten sie gelernt: Die Schülersprecher Anna Edmeier,
Mario Koller und Patrick Robl dankten für das „Grundgerüst“, das sie an der
Schule bekommen haben. Unterstützung und stets ein offenes Ohr erfuhren sie
bei vielen Lehrern, von anderen jedoch fühlten sie sich überfordert und
mussten sich erst zusammenraufen. Das freilich spielte beim Abschied keine
Rolle mehr: Für alle Lehrerinnen gab es Blumen, für ihre männlichen Kollegen
eine Flasche Wein.
„Unsere emotionalen Ausbrüche waren sicher nicht immer einfach“, gestanden
die Redner der Praxisklasse und dankten den Lehrern für „Toleranz,
Unnachgiebigkeit, Mut und die Kraft, jeden Tag
den
Unterricht mit uns zu ertragen“. Selbstkritisch räumten sie ein, dass sie im
letzten Schuljahr ihren Verstand wohl manchmal „an der Garderobe“ hängen
gelassen hatten. Das war auch den Lehrern nicht entgangen. „Manche haben die
Hürde gestreift, weil sie die Höhe falsch eingeschätzt haben“, sagten
Michaela Schmidhuber und Erwin Staudinger, Leiter der Regelklassen. |
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Dennoch wurde deutlich: Die Schüler waren ihnen und ihren Kollegen Sigrid
Stöckl (9Mc), Ulrich Weißer und Schulsozialarbeiterin Ulrike Graßl
(Praxisklasse) ans Herz gewachsen. Die fünf erinnerten an viele Aktivitäten
und Projekte in ihrer mit Trillerpfeife und Fußball locker inszenierten
Abschiedsrede. Als äußerst passend erwies sich der Fußballspruch „Nach dem
Spiel ist vor dem Spiel“ für die Situation der Schüler: „Wir hoffen, dass
ihr eure Stärken einbringt“, gaben sie ihnen mit auf den Weg.
„Es kommt drauf an, was du draus machst“ war das Motto der M-Klasse. „Ihr
seid reif“, bescheinigte Klassenlehrer Jochen Geiling seinen 22 Schülern,
die sehr engagiert und eigenverantwortlich gearbeitet hätten. Nicht nur um
Noten, sondern auch füreinander - als Streitschlichter und Tutoren - habe
diese Klasse gekämpft, das mache sie zu etwas Besonderem. Mit Fotos ließ er
Ausflüge und Aktivitäten Revue passieren und verabschiedete seine
Schützlinge mit einem großen Kompliment: „Schule mit euch war schön.“ |
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Text: Katharina Ritzer (PNP) Fotos:
F. Köbele, T. Warmuth |