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MdL Walter Taubeneder zu Besuch in der Hauptschule Pocking |
MdL Walter Taubeneder: „Hauptschule Pocking für die Zukunft sehr gut aufgestellt“ |
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Foto: F. Köbele • MdL Walter
Taubeneder (hi. 4. v. r.) besichtigt eine Maßnahme der vertieften
Berufsorientierung |
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Landtagsabgeordneter Walter Taubeneder besuchte die Pockinger Hauptschule und verschaffte sich einen umfassenden Eindruck darüber, was diese Schule in den zurückliegenden Jahren unternahm, um den Herausforderungen von sich wandelnden Erwartungen an die Schulabgänger einerseits und neueren bildungspolitischen Entwicklungsmöglichkeiten andererseits gewachsen zu sein. Schulleiter Christoph Sosnowski freute sich, dass neben dem Mandatsträger, der auch Mitglied im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtages ist, Bürgermeister Franz Krah und Elterbeiratsvorsitzender Stefan Huber seiner Einladung gefolgt sind. Sosnowski umriss eingangs die derzeitigen Aufgabenschwerpunkte, nämlich „Profilbildung im Rahmen der Hauptschulinitiative“, „Vertiefte und erweiterte Berufsorientierung“ und „Ganztagesschule“. Das Angebot der Hauptschule Pocking mit ihren vielen Zweigen von der Praxisklasse über die Regel- und Ganztagsklassen bis hin zum Mittlere-Reife-Zweig solle weiter entwickelt und verbessert werden. Seit zehn Jahren habe die Schule große Mühe aufgewandt, um die Qualität des Unterrichts, die Teamarbeit im Kollegium und damit die Qualität der Schule insgesamt voran zu bringen. Ein weiteres Ziel im Rahmen der Schulentwicklung sei es, aufgrund der steigenden Nachfrage den Bereich der Ganztagesbetreuung auszubauen und das Angebot der möglichen Schulabschlüsse an der Schule für die heimische Bevölkerung so attraktiv wie möglich zu machen. Hier würden auch, erklärte der Schulleiter, in einer schulinternen Arbeitsgruppe die Möglichkeiten geprüft, welche Form eines Kooperationsmodells der Schulstandort Pocking sinnvoll ergänzen würde. |
Schulleiter Ch. Sosnowski:
Gegenwärtige Aufgabenschwerpunkte Weitere Ziele: |
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Bürgermeister Franz Krah legte als Vorsitzender des Schulverbandes und Sachaufwandsträgers der Schule großen Wert auf die Feststellung, dass er bei einem „Kooperationsmodell“ kein Gegeneinander zweier Schularten beabsichtige, sondern die Chance einer Zusammenarbeit, mindestens aber die Chance einer verbesserten, nämlich anspruchsvolleren Hauptschule sehe. |
Bürgermeister F. Krah: Chance einer anspruchsvolleren Hauptschule
Konrektor F. Köbele: Vorbildcharakter der württembergischen Werkrealschule
W. Taubeneder: Keine Konkurrenz zu Real- und Wirtschaftsschulen Ch. Sosnowski: Handlungsbedarf vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung
Bürgermeister F. Krah sagt Unterstützung durch Sachaufwandsträger zu
Elternbeiratsvorsitzender S. Huber: Vertreter der regionalen Wirtschaft könnten in der schulinternen Planungsgruppe mitarbeiten. Hauptschule Pocking bietet beste Voraussetzungen für praktisch orientierte Schulbildung auf mittlerem Bildungsniveau.
Kultusminister Spaenle steht Modellvorschlägen für eine weiterentwickelte Hauptschule positiv gegenüber. |
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Walter Taubeneder, der Bildungspolitiker aus dem Bayerischen Parlament, unterstützte diese Aussagen. Leitgedanke sei nach seiner festen Überzeugung, so der Abgeordnete weiter, eine optimale Förderung der Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten, die der Begabung jedes Einzelnen gerecht werde. |
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Konrektor Frieder Köbele meinte, dass die Hauptschule Pocking aufgrund ihrer zahlreichen Betriebspraktika und ihrer arbeitspraktischen Fächer ein sehr gutes Entwicklungspotential im Bereich der beruflichen Orientierung habe. Als langjähriger M-Klassen-Lehrer sei er sich sicher, dass der in weiten Bereichen der Arbeitswelt mittlere Schulabschluss der Hauptschule sehr anerkannt sei. Deswegen finde er die württembergischen Bemühungen vorbildlich, diesen Zweig der Hauptschule unter dem Begriff „Werkrealschule“ zu stärken und das klassische Hauptschulmerkmal der beruflichen Vor- oder Grundbildung deutlich anzuheben. |
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„Die Hauptschule muss entweder am eigenen Standort oder in einem Verbund neben dem Hauptschulabschluss auch einen mittleren Abschluss anbieten können,“ unterstrich Walter Taubeneder. Er könne sich dies sehr wohl vorstellen, ohne dass die Hauptschule in Konkurrenz zur Real- und Wirtschaftsschulen treten müsse. |
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Christoph Sosnowski gab zu bedenken, dass allein aufgrund der demographischen Entwicklung der Schülerzahl das Angebot eines mittleren Schulabschlusses an der Hauptschule Pocking für die so genannten „Spätzünder“ gesichert werden müsse und daher Handlungsbedarf bestehe. Dem pflichtete Franz Krah uneingeschränkt bei, da in Pocking dann das Angebot eines mittleren Schulabschlusses außerhalb des Gymnasiums fehlen würde. Auch weil die Schulbusfahrten den ca. 250 auspendelnden Pockinger Schüler täglich bis zu eineinhalb Stunden Zeit rauben können, unterstütze er die Überlegungen von Christoph Sosnowski und Frieder Köbele: „Unser Schulstandort muss einfach noch attraktiver werden.“ |
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Auch MdL Walter Taubeneder unterstützte ausdrücklich die Überlegungen der Arbeitsgruppe, empfahl aber auch im Bereich der Volksschulen regional zu denken und sich hinsichtlich des möglichen Schwerpunktangebotes (Technik, Wirtschaft und Soziales) untereinander abzusprechen. „Wenn die Planungen konkrete Formen annehmen, wird es am Sachaufwandsträger mit Sicherheit nicht scheitern,“ fügte der Bürgermeister hinzu, drückte aber auch klar seine Erwartung aus, dass ein neuartiger Zweig an dieser kommunalen Schule auch mit zusätzlichen qualifizierten Lehrkräften versorgt werden müsse. |
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Elternbeiratsvorsitzender Stefan Huber regte an, in diese Arbeitsgruppe auch Vertreter der regionalen Wirtschaft einzuladen, um deren Erwartungen Hauptschüler mit mittlerem Schulabschluss unmittelbarer berücksichtigen zu können. Diese Überlegungen unterstützte Taubeneder ausdrücklich, weil selbst entwickelte Modelle nicht nur die Hauptschule am besten stärken könnten, sondern auch eher zu dem Ziel führen könnten, mehr Hauptschülern einen mittleren Schulabschluss zu vermitteln. |
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Elternbeiratsvorsitzender Stefan Huber betonte, schon der bisherige M-Zweig sei erfolgreich, da nach seiner Erfahrung auf der Berufsschule ehemalige M-Schüler mit Abgängern anderer weiterführenden Schulen durchaus mithalten, ja diese aufgrund ihrer praktischeren Ausbildung teilweise sogar überbieten könnten. Die Hauptschule Pocking böte die besten Voraussetzungen, eine sehr praktisch orientierte Schulausbildung auf mittlerem Bildungsniveau anbieten zu können. |
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Zusammenfassend schätzte Walter Taubeneder die derzeitigen Situation so ein, dass die Chance, an den Schulen, vor allem den Hauptschulen, etwas wesentlich nach vorne zu bringen, besonders hoch sei, weil auch Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle den bisher eingereichten Modellvorschlägen für eine weiterentwickelte Hauptschule positiv gegenüber stehe. Deswegen halte er die Bemühungen der Schulleitung, die berufspraktische Orientierung zu stärken für den richtigen Weg, schloss der Volksvertreter. |
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Bei einem anschließenden Rundgang konnten die Gäste den Eindruck gewinnen, dass die Pockinger Hauptschule in den Fachbereichen Technik und Ernährung/Gesundheit räumlich und personell hervorragend ausgestattet ist und dass die bisherigen Einrichtungen der Ganztagsschule mit der Mittagsverpflegung und dem Freizeitbereich hervorragende Ausgangsbedingungen für eine moderne und zukunftsfähige Schule bietet. Gerade der letztere Bereich leiste in Pocking einen hervorragenden Beitrag um die Neubürger in Pocking optimal einzugliedern und diesen Bürgern rasche eine neue Heimat erwachsen zu lassen, hob Bürgermeister Franz Krah hervor. |
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| Text und Fotos: Frieder Köbele | |
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© Hauptschule Pocking |